Schreiende junge Frau

Wie Du zukünftig leichter mit Stress und Druck umgehst

Neues Jahr, neues Glück – um endlich mal wieder entspannter zu sein, hast Du Dir fest vorgenommen, Dir nicht mehr zu viel aufzulasten. Mit diesen Tipps wird 2021 ein besseres Jahr.

Manchmal passiert im Leben plötzlich alles auf einmal. Das müssen nicht immer nur schlechte Dinge sein, es gibt natürlich auch viele schöne Momente und Erlebnisse, die einem viel abverlangen. Vielleicht ist es sogar endlich der Karrieresprung, auf den man schon so lange gewartet hat, der allerdings noch mehr Arbeit verspricht.

Selbst wenn es sich um ausschließlich positive Dinge handelt – die Überforderung macht sich genau dann breit, wenn man sich auf zu viele Dinge gleichzeitig konzentriert und alles bestmöglich erledigen möchte.

Körperliche und seelische Anzeichen für zu viel Stress
Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit trotz Erschöpfung und ein angeschlagenes Immunsystem sind Warnsignale des Körpers, die man ernst nehmen sollte. Auch Vergesslichkeit, Konzentrationsprobleme und Reizbarkeit sind erste Anzeichen. Das Gefühl von Leere und Hoffnungslosigkeit macht sich breit. In besonders schlimmen Fällen kann sogar die Empathiefähigkeit oder das Interesse an anderen Menschen abnehmen.

Mach Dich locker
Bestimmt kennst Du das, dass man in erdrückenden Momenten dazu neigt, viel zu hohe Erwartungen an sich selbst zu stellen und diese gar nicht erfüllen kann. Wichtig ist, dass man sich von dem Glauben losmacht, jede Aufgabe perfekt erledigen zu müssen. Ein „nur“ sehr gutes Ergebnis ist im Regelfall genauso ausreichend, kostet aber weniger Energie.

All unsere Lebensbereiche sind miteinander verknüpft und können daher auch voneinander profitieren. Läuft es bei einer Sache momentan nicht so gut, kannst Du Dich ablenken, indem Du Dich einfach auf einen anderen Bereich konzentrierst und dort Erfolgserlebnisse sammelst. Diese wirken sich wiederum auf Dein gesamtes Wohlbefinden aus und sorgen dafür, dass Du genug körperliche und seelische Kraft hast, an den Dingen zu arbeiten, bei denen es gerade nicht so gut klappt.

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Denke darüber nach, was Dir im Leben wichtig ist
Ängste und Sorgen dürfen dabei aber nicht völlig verdrängt werden, ansonsten brechen sie sich gerade dann Bahn, wenn Du es am wenigsten erwartest. Gibt es etwas, das Dir immer wieder Sorgen bereitet? Was wäre der schlimmste Fall, der diesbezüglich eintreten könnte? Welche Lösungsmöglichkeiten würden sich dann anbieten? Sollte es tatsächlich zu dieser Situation kommen, fühlst Du Dich gleich etwas sicherer, wenn Du schon eine Idee in der Hinterhand hast, wie sich das Problem beseitigen lässt.

Unternimm etwas, das Dir Kraft gibt
Sport, ein Treffen mit Freunden oder mal in Ruhe ein Buch lesen – tust Du Dir regelmäßig selbst etwas Gutes, hilft Dir das, Deine Energiereserven wieder aufzuladen. Leider funktioniert es nicht immer, dabei die Gedanken an belastende Dinge völlig abzuschalten. Dann kann es helfen, sie aufzuschreiben und so den Kopf für einen Moment etwas ruhiger werden zu lassen. Kleine Pausen und Momente am Tag, in denen Du absolut nichts tust (auch nicht aufs Smartphone schauen), sondern einfach mal bewusst durchatmest, helfen, insgesamt deutlich stressfreier zu leben. Lege Deinen Perfektionismus ab und gib ruhig auch mal zu, dass Dir gerade alles zu viel wird und Du Ablenkung und Entspannung brauchst.

Eigene Ressourcen stärken
Mache Dir klar, welche persönlichen Eigenschaften und Kompetenzen Du mitbringst und für welche immateriellen und auch materiellen Dinge Du dankbar bist. Menschen, mit denen Du Dich gut verstehst, bieten Dir Rückhalt und spielen eine große Rolle, wenn Du mal einen schlechten Tag hast. Schreibe auf, wofür Du dankbar und auf welche Fähigkeiten Du stolz bist und hole diese Liste hervor, wenn es Dir mal nicht so gut geht.

Sage auch mal Nein
Es gibt immer wieder Dinge, auf die man wirklich überhaupt keine Lust hat. Während es bei der Arbeit nicht unbedingt ratsam ist, eine Dir aufgetragene Aufgabe abzulehnen, kannst Du bei den Verpflichtungen in Deiner Freizeit ruhig auch einmal Nein sagen. Hast Du kein Interesse an einer bestimmten Unternehmung oder brauchst einfach Zeit für Dich, ist es völlig in Ordnung, das den anderen auch taktvoll (!) mitzuteilen. Vorsicht ist hier aber angebracht – sagst Du immer wieder ab oder reagierst sogar genervt, sobald sich jemand mit Dir treffen möchte, solltest Du Dich nicht darüber wundern, wenn man Dir dieses Verhalten nachträgt und sich Deine sozialen Kontakte Stück für Stück von Dir abwenden.

Gestresst zu sein gehört heutzutage praktisch ganz normal zum Leben dazu und kaum einer spricht darüber, dass er mit dem Druck manchmal nicht klarkommt. Ein vollgepackter Tag steht für Engagement, Erfolg und ein spannendes Sozialleben – daher möchte niemand offen zugeben, in der Freizeit hin und wieder eigentlich nur faul auf dem Sofa liegen zu wollen. Auszeiten sind dennoch enorm wichtig, um Körper und Seele wieder in Einklang zu bringen und den stressigen Alltag so deutlich leichter bewältigen zu können. Achtsamkeit kann Dir helfen, Dein Leben aus einer anderen Perspektive zu betrachten und Ruhe einkehren zu lassen.

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