Frau in den Bergen

Wie Du mit Druckgefühlen umgehen kannst

Gastbeitrag von Leonie Illerhues • lela.heinrich

Du fühlst dich aktuell mehr als gefangen? Sowohl in dir selbst als auch generell in der Welt? Irgendetwas erdrückt dich förmlich? Nimm dir einige Minuten Zeit zum Lesen dieses Artikels, vielleicht kann er dir einige Impulse zum Ursprung deiner Gefühlslage liefern.

Ein jeder Mensch kennt diese Tage im Leben, in denen Gefühle wie „Ich muss noch“, „Ich sollte/sollte nicht“ oder „Ich kann/ kann nicht“ unser Handeln und viel wichtiger noch unser Denken bestimmen. Alles, was wir tun, wirkt dann zäh und anstrengend, die inneren Kritiker in uns haben das Ruder unseres Alltags vermeintlich übernommen. Auch wenn wir uns dessen bewusst sind, dass zum Leben neben all den wunderschönen Tagen auch Zeiten gehören, in denen wir an uns zweifeln und uns Druckgefühle fester im Griff haben, als uns lieb ist, so bleibt das unschöne Gefühl in uns haften. Manchmal zerdenken wir unser Leben dann so weit, dass wir das Gefühl haben, WIR würden nicht stimmen oder wir beginnen gar an unserer Wertigkeit zu zweifeln.

Du siehst dich in den genannten Punkten wieder?
Vorweg die gute Nachricht: Dies entsteht alles nur in deinem Kopf. Wenn du reflektieren kannst, in welchen Momenten du dich so fühlst, kannst du dich auch deinen dahingehenden Glaubenssätzen mehr und mehr nähern und diese hinterfragen.
Die noch bessere Nachricht: Du bist nicht allein. Mach dir bewusst, dass du ein Mensch bist, der fühlt. Zu diesem Aspekt gehört auch, dass du alle Gefühle zulassen kannst, auch die negativ konnotierten. Druck ist ein Gefühl, was jeder von uns auf unterschiedlichen Ebenen bereits erlebt hat und das uns etwas aufzeigen will.

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Zurück zur guten Nachricht: Nimm dir einen Moment Zeit für dich, ob in der Stille der Natur oder deiner Wohnung und spüre in dich hinein. Frage dich wertfrei, wie deine derzeitige Situation in deinem Inneren aussieht.
Was genau fühlt sich gerade so „erdrückend“ an? Ist es deine private, deine berufliche oder deine persönliche Situation? Sind es einzelne Erlebnisse, die in dir widerhallen oder gar längst vergessen geglaubte Erinnerungen, die dich beschweren?
Wenn du keine Antworten auf diese Fragen findest, sorge dich nicht. Nicht jedes Gefühl ist kategorisch begründbar. Mach dir klar, dass alles sein darf, wenn du es zulässt. Suche dir ein persönliches Tool aus, zum Beispiel Kreativität, Bewegung, Meditation oder Haushalt und verbinde deine Reflexion des Druckgefühls damit.

Frage dich, was kannst du in diesem Moment tun, dass es dir besser geht? Welcher Gedankengang steht dir noch im Weg? Gibt es etwas, wozu du NEIN sagen musst, damit dir diese Abgrenzungserfahrung eine Erleichterung im Umgang mit deinem Druckgefühl verschafft? Welcher individuelle Glaubenssatz, der sich jetzt nicht mehr stimmig für dich anfühlt, steht hinter dem Druck?
Fühle nach, wie du auf diese Fragen antworten würdest und schreibe, bewege oder drücke sie für dich im Stillen aus. Bedenke, dass es kein Richtig oder Falsch gibt, sondern dass dein Bauchgefühl und deine Intuition die Antwort schon längst wissen und dir mitteilen werden, auf welchem Weg auch immer. Hab Vertrauen in dich selbst!

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