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Wie Ausmisten den Blick für Wichtiges schärft

Mal ehrlich: Bei Dir zuhause liegen sicherlich viele, viele Dinge herum, die Du gar nicht brauchst, oder? Wieso es ungemein befreiend sein kann, Überflüssiges loszuwerden.

Brauche ich das oder kann das weg? Bestimmt hast Du Dir diese Frage auch schon öfters gestellt, wenn Du wieder einmal versucht hast, etwas mehr Platz im Schrank zu schaffen. Richtig erfolgreich warst Du dabei aber bisher nicht. Du kannst Dich nur schwer von Sachen trennen und befürchtest, einen Fehler zu machen, wenn Du sie wegwirfst.

Auszusortieren schärft den Blick für wichtige Dinge
Das Aufräumen und Ausmisten allein sorgt zwar nicht dafür, dass Du plötzlich ein rundum glückliches Leben führst, es hilft aber dabei, dass Du Dich freier fühlst, kontrollierter bist und den Fokus auf wirklich Wichtiges legen kannst. Ob Familie, Partnerschaft oder Job etc.: Du bist konzentrierter und hast vor allem mehr Zeit, die Du anderweitig nutzen kannst.

Natürlich ist das Schaffen von Ordnung nicht die Lösung für sämtliche Probleme. Wäre dies der Fall, würden viel mehr Menschen regelmäßig und rigoros ihre gesamten Habseligkeiten überdenken und sie größtenteils verkaufen, verschenken, spenden oder eben einfach wegwerfen. Und nur noch 100 Dinge zu besitzen oder in einer nahezu leeren Wohnung zu leben, die aussieht, als wäre man gerade erst eingezogen, ist nicht für jeden der Schlüssel zum Glück.

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Die Herausforderung besteht darin, zu erkennen, was man tatsächlich benötigt und was zu einem regelrechten Ballast geworden ist. Unser Besitz ist auch Teil unserer Identität und steht für das, was wir sind, einmal waren oder gerne sein würden. Deshalb ist es auch nicht so leicht, sich von ihm zu trennen, auch wenn er noch so nutzlos ist.

Freiheiten bestimmen unser Leben
Eine große Auswahl im Supermarkt und in Möbelhäusern, verschiedenste Freizeitangebote, tausende Klamottenläden und nicht zu vergessen all die potenziellen Partner, die dort draußen auf uns warten – genau diese Entscheidungsfreiheit macht nicht glücklich, sondern überfordert und lässt uns oft nicht richtig ankommen. Wir freuen uns über die zahlreichen Möglichkeiten, sind aber nie zufrieden, weil wir immer auf der Suche nach etwas Besserem sind. Immer mehr und immer weiter: Ansonsten könnten wir ja einiges verpassen oder neben anderen schlecht dastehen.

Dabei würde uns weniger Besitz guttun. Wir hätten nicht so viele Verpflichtungen und mehr Zeit für Dinge, die uns wirklich Freude machen. Aber leider ist es einfacher, aus dem Vollen zu schöpfen, als entscheiden zu müssen, was man tatsächlich benötigt. Ein erster Schritt kann das Ausmisten sein. Viel schwieriger gestaltet sich allerdings das nun folgende Durchhaltevermögen. Regelmäßig die eigenen Schränke nach Nutzlosem durchforsten, Sonderangeboten widerstehen, sich nicht von der Werbung manipulieren lassen usw. – ein minimalistisches Leben ist oft nicht leicht und macht keinen Spaß. Nach einer Weile stellt sich dann aber doch ein gutes Gefühl ein, das den ganzen Aufwand auf jeden Fall wert ist.

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