Junge Frau auf Wiese

Urvertrauen und Manifestation – Meine Erfahrungen

Gastbeitrag von Jessica Goschala • jessica.goschalazum Blogzum Buch "Tinder Liebe WTF"

Für mich hat das Wort Urvertrauen mittlerweile eine immense Bedeutung. Das war nicht immer so. Daher möchte ich dich gern auf meine kleine, ziemlich abgefahrene Reise zum Urvertrauen mitnehmen.

Samstagabend, ein Abend wie viele andere zuvor diesen Monat. Mein Freund und ich kochten etwas Schönes, ich las noch etwas in der Flow und der Abschluss krönte ein wunderbarer Film. Diesmal war es das Meisterwerk Grand Budapest Hotel.

Nach diesem Film machte ich mich bettfertig und ging nochmal ins Bad. Und dann saß ich da und plötzlich kam etwas in mir hoch. Ein Gefühl, ein Gedanke, den ich schon so oft zerdacht hatte. Anfangs wollte ich ihn gar nicht wirklich wahrnehmen. Ich war einfach müde und gerade ziemlich beglückt, das wollte ich mir nicht wieder von diesem Gedanken kaputt machen lassen. Doch irgendetwas sagte mir, dass ich ihn wenigstens aufschreiben sollte, vielleicht war er ja irgendwann doch ganz nützlich. Also nahm ich mein Journal zur Hand und schrieb. Und schrieb. Und schrieb. Und siehe da, es war die Erkenntnis, der Gedanke, auf den ich seit Monaten versuchte hinzuarbeiten.
Was ich versuchte zu erzwingen, durch allerlei Workshops, Bücher und Artikel und mir einfach nicht gelingen wollte, kam plötzlich just in dem Moment, in dem ich auf der Toilette saß.

Haaaallooo Zielgruppe und Online-Programm, schön dass du endlich zu mir gefunden hast. Meine Zielgruppe und mein ganz persönliches Produkt und Alleinstellungsmerkmal war auf einmal zu mir gekommen. Von ganz unten. Tief unten. Mein Unterbewusstsein hatte endlich einen Weg gefunden, mit mir zu kommunizieren. Ich schrieb alles auf und war so baff, so dankbar, so euphorisiert, so glücklich.

Aber was hat das jetzt mit dem Urvertrauen zu tun, fragst du dich?
Ich will es dir verraten. In den letzten zwei Monaten beschäftigte ich mich nur ganz rudimentär mit meiner Vision, mit meinem Unternehmen, mit dem Weg auf dem ich gehen wollte. Ich bastelte etwas an der Homepage, ich überlegte mir ein paar Design-Ideen, sponn in meinem Kopf einen Workshop zusammen. Aber nichts wirklich Handfestes, nichts Vorzeigbares. Und das war mehr als ok.

Ich wollte mir Zeit nehmen, ich wollte langsam machen, ich wollte nichts entscheiden. So lang die Angst und ich noch keinen festen Plan hatten, ob wir wirklich springen sollten, entschied ich nichts.
Und das war mein Glück.

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Ich vertraute also darauf, dass sich wirklich alles zur richtigen Zeit finden würde, dass alles dann käme, wenn ich bereit dazu wäre. Dass ich nicht mehr rennen musste, weil ich längst angekommen war. Das tat ich alles unterbewusst, das war keine feste gedankliche Entscheidung wie Heute Abend will ich mal wieder was lesen. Es war die logische Konsequenz. Ich vertraute, ohne es bewusst zu entscheiden und ich glaube hier kommen wir der wahren Essenz unserer Selbst sehr nahe.

Und als ich so weit war, die Angst und ich einen guten Deal gefunden hatten und ich nicht mehr krampfhaft versuchte, etwas zu erreichen oder irgendwo hinrennen zu müssen, kam sie, die Erleuchtung. Die Offenbarung. Die Wahrheit. So klar, wie ein Gebirgsbach.

Ich hatte viel über das Urvertrauen gesprochen und gelesen. Ich glaubte zwar daran und auch an seine Auswirkungen, sollte es sich nicht im Lot befinden, aber ich hatte es noch nie wirklich erfahren, nie wirklich in seiner Essenz gespürt. Ich visionierte und manifestierte immer. Ich wollte zum Beispiel, dass mein Buch erfolgreich wird, ich wollte, dass es ein Bestseller wird. Ich schrieb jeden Tag in mein Journal, wie viel ich zu dem und dem Zeitpunkt schon verkauft hätte, wo ich überall auf Lesungen wäre, welche Interviews ich führen würde. Nichts davon trat ein.

Also verlor ich irgendwie ein wenig den Glauben in die Manifestation, in die Visionen, die man sich selbst machte. Und doch, an diesem Abend, bildete sich vor meinem inneren Auge eine Vision, ein Bild, das so klar war, als würde es gerade wirklich geschehen. Ich stand auf einer Bühne vor tausend Frauen und schnipste. Und tausend Frauen schnipsten auch. Ein so unfassbar erregendes Bild, das meinen Magen zum Flattern bringt. Diese Vision habe ich mir nie lange vorgestellt, sie existierte faktisch nie zuvor in meinem Kopf. Sie entstand, als ich losließ. Als ich erkannte, dass alles da ist. Als das Unterbewusstsein mit mir sprach.

Urvertrauen live erleben
Das Vertrauen, das ich mir selbst schenkte, als ich aufhörte immer irgendwo hinrennen zu wollen, war der Samen, den ich selbst säte, um dort hinzugelangen, wo ich wirklich, wirklich hingehörte. Auf eine Bühne vor tausend Frauen, die mir nachschnipsten. Die ihren persönlichen BREAKTHROUGH-Moment erlebten.

Ich vertraute dem Leben, zwar unbewusst und nicht zwanghaft auferlegt, sondern ganz natürlich in der eigenen Langsamkeit und wurde belohnt. Jetzt kann ich sagen, dass ich die Essenz des Urvertrauens spüren kann. Dass ich weiß, wie sich das anfühlt. Dass ich weiß, welche unendliche Kraft hier freigesetzt wird. Dass ich weiß, wie unfassbar schön dieses Gefühl ist.

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