Junge Frau

Positivität ist nicht alles – Alle Gefühle dürfen sein

Gastbeitrag von Rosalie Herrmann • herrmann_rosalie

In den sozialen Medien wird oft vermittelt, dass alles leicht und positiv ist. Nur wer sich mit positiver Energie verbindet, kann erfolgreich sein. Einfach mal glücklich sein, gute Laune haben und das Leben mit Leichtigkeit nehmen. So einfach ist es aber nicht immer! Es folgt eine schlechte Note in einer Klausur, Kritik vom Arbeitgeber oder Hektik im Alltag. Da ist es nicht leicht, positiv zu bleiben.

Soll ich dir was sagen, das ist völlig normal und auch nicht schlimm. Es ist ok, mal einen schlechten Tag zu haben. Es ist ok, wenn du dich traurig, wütend oder allein fühlst. Es ist ok, wenn du nicht den ganzen Tag strahlst. Es ist ok! Alle Emotionen dürfen sein und sie sind richtig.
Die Gefühle, wie Wut, Traurigkeit, Einsamkeit müssen auch gelebt und gefühlt werden. Sie zu spüren, bedeutet nicht, schwach zu sein. Es zeigt Stärke, da du sie zulässt. Oft werden diese Emotionen verdrängt. Klar fühlen sie sich im ersten Moment erdrückend oder sogar falsch an, aber diese Gefühle gehören genauso zum Leben wie Freude, Leichtigkeit und Liebe. Die „negativen“ Gefühle haben auch ihre Daseinsberechtigung, wie die Positiven. Alles darf sein!

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Auf den sozialen Kanälen wird uns oft eine Scheinwelt vorgelebt. Es sind aber auch nur Menschen, die mit Alltagsherausforderungen zu kämpfen haben. Nimm dir nicht an, dass bei ihnen alles perfekt läuft. So ist es definitiv nicht. Bleibe bei dir und deinen Gefühlen. Lass sie zu. Falls du deine „negativen“ Gefühle unterdrückst, werden sie sich dennoch ihren Weg suchen. Sie zeigen sich zum Beispiel physisch. Ich habe es selbst erlebt und hatte mit einigen psychosomatischen Symptomen zu kämpfen. Magenschmerzen, Kopfschmerzen oder eine Blasenentzündung können die Folge für verdrängte Gefühle sein. Umso wichtiger ist es, dass du deinen Emotionen Raum gibst. Wenn du deine „negativen“ Gefühle annimmst und akzeptierst, werden sie auch schneller wieder gehen. Sie wollen gelebt werden.

Meine Tipps für dich:
• Sei nicht so kritisch mit dir selbst, wenn du mal einen schlechten Tag hast.
• Gehe liebevoll mit dir um und tue deiner Seele etwas Gutes. Meine Seelentipps für dich: ein schönes Buch lesen, Tee trinken, lecker kochen, ein heißes Bad nehmen, meditieren, Atemübungen, Entspannungstechniken
• Gebe deinen Gefühlen Zeit und Raum. Lass sie einfach da sein und bewerte sie nicht.
• Nimm sie an, akzeptiere sie und lass sie dann wieder los.
• Fokussiere dich nach diesem Schritt auf positive Energien. Fühle tief in die Dankbarkeit. Verbinde dich mit der Liebe, Fülle und Freude in dir.
• Bringe deine innere Welt wieder zum Strahlen.

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