Lachende Frau

Meine Nicht-Jammern-Challenge im April

Gastbeitrag von Tanja • _zeit.fuer.mich_

Vor einiger Zeit habe ich einen Artikel gelesen, dass den Menschen in Brüssel im Jahr 2018 geraten wurde, in der Fastenzeit – statt auf Süßigkeiten und Alkohol – besser 40 Tage aufs Jammern zu verzichten. Diese Idee hat mich so inspiriert, dass ich entschieden habe, daraus eine Challenge für mich zu machen.

Es regnet…
Ich mag nicht aufstehen…
Der Kollege nervt…
Mir ist langweilig…
Ach mein Leben ist ja sooooo schrecklich… :)

Jammern ist heutzutage in unserer Gesellschaft zum richtigen Massensport geworden. Jeder von uns jammert: Zuhause, in der Arbeit, online. Über den Partner, über die Arbeit, über das Leben. Es ist mittlerweile schon so alltäglich geworden, dass uns nicht einmal mehr auffällt, wie viel wir eigentlich wirklich jammern und wie ansteckend es ist.

Oft hat man selbst gar keinen so schlechten Tag, aber sobald der Kollege oder Partner jammert, machen wir automatisch mit, denn irgendwas gibt es doch immer zu jammern…

Durch das Jammern sehen wir unser Leben aber negativer als es wirklich ist. Studien haben ergeben, dass ständiges Jammern zu einer negativen Grundeinstellung führt und das im Weiteren zu einem negativen Leben. Das schreckliche Leben wird durch das Jammern also nur noch schrecklicher...

Dem möchte ich jetzt entgegenwirken und habe deshalb die Nicht-Jammern-Challenge ins Leben gerufen. Das heißt, dass ich mir vorgenommen habe, den ganzen April einfach nicht zu jammern.

Zunächst heißt das natürlich, mir überhaupt bewusst zu werden, dass ich jammere – was öfter vorkommt, als ich gedacht habe. Ich jammere täglich und das ist nicht einmal das Schlimmste daran. Ich jammere über solche Nichtigkeiten, die lächerlich erscheinen, wenn mir das Jammern darüber bewusst wird. Für mich heißt das also ab sofort: Wenn ich mich beim Jammern ertappe, muss ich natürlich sofort damit aufhören und stattdessen der Situation etwas Positives abgewinnen.

Die ersten Tage klappen bisher schon recht gut und mein Ziel ist es, bis Ende April so viel Negativität wie möglich aus meinem Leben zu verbannen. Vor allem das Bewusstmachen, dass man jammert, öffnet einem die Augen und verändert bereits die Sichtweise.

Wir erleben jeden Tag so viele schöne und positive Dinge, die wir aber ganz leicht übersehen oder schnell wieder vergessen haben, weil nur das Negative in Erinnerung bleibt. Mit einer positiveren Grundeinstellung wird das Leben nachhaltig schöner und die Lebensfreude steigt. Da ich mir für mich selbst genau das wünsche – nämlich ein glückliches Leben mit vielen schönen Ereignissen – gibt es ab sofort bei mir nichts mehr zu jammern. :)

Sollte sich jemand bei diesem Text angesprochen fühlen oder vielleicht sogar Lust haben, bei der Nicht-Jammern-Challenge dabei zu sein, freue ich mich natürlich jederzeit über eine Nachricht.

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