Lachende junge Frau

"Ich scheiß jetzt einfach drauf" – so löst Du Dich von emotionalem Ballast

Der Blick zurück zieht Dich immer wieder herunter? Dann wird es Zeit, dass Du die Vergangenheit loslässt und Deine Energiereserven neu auflädst.

Die Zeit heilt alle Wunden?
Das stimmt leider nicht immer. Situationen, die Dich schwer mitgenommen haben und Verletzungen, die so tief sitzen, dass sie Dich immer wieder im ganz alltäglichen Leben einholen und Dir damit den Boden unter den Füßen wegreißen, kann es zur Genüge geben.

Passiert etwas Schlimmes, versuchst Du am Anfang vielleicht, es zu verdrängen oder kommst schlichtweg nicht dazu, in Ruhe darüber nachzudenken, weil alles so schnell geht oder fix gehandelt werden muss. Kehrt die Normalität schließlich wieder zurück, lassen auch Wut, Enttäuschung, Scham und Traurigkeit nicht lange auf sich warten, weswegen Du nicht einfach so mit dem Geschehenen abschließen kannst. Führst Du Dir diese schmerzhaften Momente immer wieder vor Augen und zerdenkst die nicht mehr zu ändernden Dinge regelrecht, fügst Du Dir damit Stück für Stück noch mehr Schaden zu.

Aber nicht nur das: Auch Dein Charakter verändert sich
Früher warst Du nahezu unbeschwert und sorgenfrei, bist ruhig und entspannt in den Tag gestartet. Nun hast Du häufig schlechte Laune und konzentrierst Dich nur noch auf das, was schiefläuft. Deine Einstellung zum Leben entwickelt sich mehr und mehr ins Negative.

Natürlich ist es alles andere als leicht, die Vergangenheit ruhen zu lassen und die Dinge auszublenden, die einem so viel Kraft rauben. Letztlich ist dies aber der einzige Weg, wie Du wieder glücklich und selbstbestimmt leben kannst.

Das solltest Du tun
Wenn Du ehrlich bist, weißt Du ganz genau, dass es Dir deutlich besser gehen würde, wenn Du das Geschehene abhaken und mit positiven Erwartungen in die Zukunft gehen würdest. Quälende Gedanken lassen sich aber nunmal nicht einfach so abstellen. Ist das negative Erlebnis noch nicht lange genug her, brauchst Du außerdem auch Zeit, um es zu verarbeiten – mit dem Loslassen wird es da also vorerst nichts.

Schmerzt die Erinnerung nicht mehr, aber verfolgt sie Dich weiterhin, stehen die Chancen auf vollständiges Loslassen besser. Bist Du erst einmal an diesem Punkt angelangt, hast Du die Möglichkeit, den Dingen anders zu begegnen. Nämlich dann, wenn sie wieder mal aus dem Nichts auftauchen und Dir Deine gute Laune vermiesen.

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Einige Situationen werden Erinnerungen aus Deiner Vergangenheit triggern – das kannst Du leider nicht verhindern. Aber Du kannst Deine Einstellung zu ihnen ändern, indem Du Dich von der ganzen Sache distanzierst.

Dafür nimmst Du die Rolle des Beobachters ein: Sobald schmerzhafte Gedanken auftauchen, vergräbst Du Dich nicht in ihnen, sondern blickst neutral von außen auf die Dinge. Wieso wurden ausgerechnet jetzt diese Erinnerungen bei Dir hervorgerufen? An welche negativen Erfahrungen und Erlebnisse denkst Du konkret? Was möchten Dir Deine Gedanken damit sagen? Möchtest Du Dich selbst vor etwas warnen? Gelingt Dir eine solche Sicht noch nicht, versetze Dich in die Position eines Fremden: Wie würde dieser Mensch die Situation bewerten? Was könnte er durch seine Beobachtungen lernen und daraus mitnehmen?

Je mehr Du Dir die nötige Distanz zu schwierigen Themen aneignest, desto weniger werden diese Dir zukünftig nachhängen. Durch eine neutrale Sicht von außen erlernst Du eine neue, positive Einstellung und kannst so mit schmerzlichen Erinnerungen aus Deiner Vergangenheit abschließen.

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