Junges Paar

Bist Du süchtig nach Liebe?

Möchtest Du am liebsten so viel Zeit wie möglich mit Deinem Partner verbringen und bei allem, was er tut und erlebt, dabei sein? Machst Du Dich von ihm abhängig, weil Du ihn niemals aus den Augen lassen willst?

Seitdem Du glücklich vergeben bist, kommt Dir Dein Leben viel bedeutender vor. Mittlerweile weißt Du schon gar nicht mehr, was Du ohne Deinen Partner tun würdest und kannst Dir nicht vorstellen, eine Weile ohne ihn zu sein.

So schön Liebe auch ist – zu viel Nähe kann zu einem echten Problem werden. Jedenfalls, wenn Du Dich zu sehr in eine Beziehung stürzt und deshalb Dein eigenes Leben darunter leidet. Eine regelrechte Sucht nach Deinem Partner und gemeinsam verbrachter Zeit führt schließlich dazu, dass er sich von Dir erdrückt und eingeengt fühlt, was Eure Beziehung früher oder später zum Scheitern bringt.

Anfangs gibt es am und mit dem Partner immer noch viele neue Dinge zu entdecken, kehrt der Alltag aber erst einmal ein, wird deutlich, dass ihr Euch gegenseitig langweilt und nichts mehr habt, worüber ihr dem anderen berichten könnt – schließlich erlebt ihr ja alles gemeinsam.

Spürt Dein Partner, dass er Dein einziger Anlaufpunkt für Aufmerksamkeit und Zuneigung ist, wird er außerdem überfordert sein. Eine Beziehung sollte immer das Tüpfelchen auf dem i sein, nicht aber der Grund, weshalb das Leben erträglich wird. Wenn Du eine gesunde und glückliche Partnerschaft führen möchtest, musst Du zunächst mit Dir selbst Frieden geschlossen haben und genug Eigenständigkeit besitzen. Nur so können sich Geben und Nehmen die Waage halten.

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Keine Sorge, Du sollst Dich nicht von Deinem Partner abwenden oder ihn nur noch einmal die Woche zu Gesicht bekommen. Allerdings ist es wichtig, dass Du trotz Beziehung weiter an Deinem eigenen Leben festhältst:

Gehe eigenen Hobbys nach
Mit dem anderen die gleichen Interessen zu teilen, ist schön und festigt die Partnerschaft. Vielleicht habt ihr Euch sogar bei Eurem gemeinsamen Hobby kennengelernt. Dass ihr in Eurer Freizeit gern ähnliche Dinge unternehmt, bedeutet aber nicht, dass ihr von nun an immer alles zusammen machen müsst. Du findest das Hobby Deines Partners ohnehin doof? Dann eignet sich die Zeit, in der er alleine unterwegs ist, doch perfekt dafür, dass Du Dich mal wieder um Deine eigenen Freunde und Interessen kümmerst. Du wirst sehen, wie viel ihr Euch zu erzählen habt, wenn ihr auch getrennt voneinander etwas unternehmt.

Pflege Dein soziales Umfeld
Gerade zu Anfang einer neuen Beziehung leiden Freundschaften am meisten. Bis zu einem gewissen Grad haben gute Freunde dafür auch Verständnis, denn sie wissen, dass nach der rosaroten Brille wieder andere Zeiten kommen. Dennoch solltest Du sie nicht völlig vernachlässigen oder sie nur noch aus Pflichtgefühl an Deinem Leben teilhaben lassen. Du verstehst Dich gut mit den Freunden und der Familie Deines Partners? Super! Wende Dich deshalb aber bitte nicht von Deinem eigenen Umfeld ab. Du profitierst von jedem einzelnen sozialen Kontakt, den Du neben Deiner Beziehung pflegst und nicht aus den Augen verlierst. Laste Deinem Partner auf keinen Fall auf, jeden anderen Menschen ersetzen zu müssen. Das kann und soll er nicht leisten. Außerdem: Was, wenn ihr Euch eines Tages nicht mehr so gut verstehen solltet? Legst Du den Fokus nur auf Deinen Partner, fällst Du bei einer möglichen Trennung in ein tiefes Loch, ganz ohne den Rückhalt anderer Menschen.

Erhalte Deine Unabhängigkeit
Je mehr Du mit Deinem Partner verschmilzt, umso größer wird auch Deine Bereitschaft, Dinge zu tun, die Dir eigentlich gar nicht so gut gefallen. Du begräbst Deine eigenen Wünsche und Träume und wirst zusehends unglücklicher, weil Du kein Ziel mehr hast, auf das Du hinarbeitest und für das Du tatsächlich brennst. Das macht Dich auch für Deinen Partner unattraktiver, da nach und nach Deine Persönlichkeit schwindet, in die er sich verliebt hat. Außerdem fühlt er sich immer mehr von Dir eingeengt. Gib ihm den nötigen Freiraum – dazu zählt auch, sich nicht zwangsläufig jeden Tag zu sehen oder im Minutentakt Nachrichten miteinander zu schreiben. Nur durch Abwesenheit kann Sehnsucht überhaupt erst entstehen.

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